Der Inhalt der Trockenen Wertstofftonnen lässt sich im Wesentlichen unterteilen in Kunststoffe, Metalle und Holz. Als sonstige Materialien wie zum Beispiel Gummi, Leder, Scherben und Tapetenreste. Diese Materialien werden in modernen Sortieranlagen getrennt, dabei wird besonderer Wert auf die Sortierung der Kunststoffarten gelegt. Sortierung per Hand erfolgt hier nur noch als Vorstufe.

Für die Kunststoffarten erfolgen die mengen- und materialmäßig bedeutenden Sortierschritte vollautomatisch durch Nah-Infrarot-(NIR)-Sensoren.
Hierbei werden die Kunststoffe elektromagnetischen Wellen ausgesetzt. Deren Wellenlänge liegt knapp außerhalb des für das menschliche Auge wahrnehmbaren Bereichs der sichtbaren Lichtwellen, im Bereich der Wärme-Wellen (Infrarot-Bereich). Aufgrund der engen Nachbarschaft zum Bereich der sichtbaren Licht-Wellen werden sie als „Nah-Infrarot“-Wellen bezeichnet (NIR). Die verschiedenen Kunststoffsorten absorbieren aufgrund ihrer chemischen Beschaffenheit die NIR-Wellen auf charakteristische Weise, und können anhand ihrer werkstofftypischen Absorbtion mit hoher Sortenreinheit getrennt werden.
Sortenrein gewonnene Sekundärkunststoffe ermöglichen hochqualitatives werkstoffliches Recycling durch erneutes Einschmelzen und wieder in Form Gießen.

Metalle werden ebenfalls wieder eingeschmolzen und neu gegossen.

Altholz kann in Biomasseheizkraftwerken verbrannt und zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden.

Bereits etablierte Verwertungsmöglichkeit für die nassen, biologisch abbaubaren Abfälle aus den Bioenergietonnen ist die Vergärung mit Verstromung des dabei entstehenden Biogases. Die Gärreste können ggf. nach weiterer Aufbereitung in geeigneten Biomasseheizkraftwerken eingesetzt werden, wobei nochmals Strom und Wärme erzeugt werden kann.

Im Rahmen des Pilotprojektes erprobt wird außerdem ein innovatives Verwertungsverfahren, die hydrothermale Carbonisierung (HTC). Sie ahmt den Prozess der natürlichen Kohlebildung nach. Was in der Natur Jahrmillionen gedauert hat, wird hier im Verlauf von etwa 16 Stunden nachvollzogen. Möglich wird dies durch Verfahren mit optimierten Rahmenbedingungen für den biochemischen Umwandlungsprozess:

  • Temperaturen von 180-200°C
  • Druckverhältnisse von 12 bis 18 bar
  • Luftabschluss
  • in wässrigem, saurem Milieu

Für das HTC-Verfahren ist es daher kein Nachteil, wenn nasse Biomassen, wie zum Beispiel die Inhalte der grünen Bioenergietonnen zum Einsatz kommen.
Der biochemische Prozess verläuft exotherm, d.h. es wird Wärmeenergie freigesetzt. Diese kann dem Prozess wieder zugeführt werden.
Endprodukt des CO2-neutralen Prozesses ist Biokohle mit einem Heizwert von guter Braunkohle. Für ihre Verwendung steht eine Fülle industrieller Prozesse zur Verfügung:

  • Einsatz als Brennstoff (lagerfähig, pelletierbar)
  • Weiterverarbeitung als Treibstoff
  • landwirtschaftlicher Einsatz zur Düngung und Bodenverbesserung
  • Einsatz als Industrierohstoff für unterschiedlichste Produktionswege

Weitere Informationen z.B. unter:

Abfallentsorgung für Haushalte

... für Haushalte

Zu den Aufgaben der AWN zählen die Organisation aller Erfassungssysteme für Abfälle und Wertstoffe für Privathaushalte

sowie der Unterhalt und die Weiterentwicklung der Sammelsysteme für Abfälle und Wertstoffe.

Für die Entsorgung der Abfälle aus Privathaushalten ist die AWN im Auftrag des Landkreises tätig.

Abfallentsorgung für Gewerbe und Industrie

... für Gewerbe/Industrie

Die AWN ist entsorgungspflichtig für alle gewerblichen Abfälle zur Beseitigung.

In diesem Rahmen ist sie Ansprechpartner und Dienstleister für alle Gewerbebetriebe in Fragen der Abfallentsorgung.

Das gilt insbesondere für die gewerbliche Restmüllabfuhr und Direktanlieferung an das Entsorgungszentrum Sansenhecken.

 
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