2xSSS vKalender2017-02-10.  Seit diesem Jahr werden in den Pilotgemeinden Rosenberg und Hardheim-Kerngemeinde die roten Störstoffsäcke bzw. -tonnen vierzehntägig zusammen mit der Bioenergietonne (BET) abgefahren. Die Verteilung des Jahreskontingents an Störstoffsäcken findet in Hardheim-Kerngemeinde am  Mittwoch, 08.03. statt. Dabei werden die Störstoffsäcke nach der Leerung an der BET befestigt – aus diesem Grund müssen diese Tonnen am Abfuhrtag so lange am Straßenrand stehen bleiben, bis der Beutel mit den Störstoffsäcken daran befestigt wurde.

Die Anzahl der Störstoffsäcke wurde an den nun doppelt so häufigen Abholrhythmus angepasst und ebenfalls verdoppelt. Bei einer 60 bzw. 80-Liter-BET-Tonne stehen nun 2 Rollen mit jeweils 12 Störstoffsäcken zur Verfügung, bei 120-Liter-BET sind es 4, bei 240-Liter-BET sind es 8 Rollen.

Der Störstoffsack bzw. die Störstofftonne stellen eine vom Gesetzgeber geforderte Ergänzung zur Bioenergietonne dar, um eine hochwertige energetische und stoffliche Verwertung durchführen zu können (z.B. in Form der Kaskadennutzung). Bei der Kaskadennutzung wird mit dem Material aus der BET in einer Vergärungsanlage (Biogasanlage) Methan erzeugt und über einen Gasmotor zu Strom und Wärme umgewandelt. Der Gärrest wird anschließend kompostiert und geht als Kompost bzw. Humusbildner z. B. in die Landwirtschaft.

Über Störstoffsack bzw. Störstofftonne werden Abfälle getrennt gesammelt, die die Vergärungsanlagen beschädigen könnten oder eine Komposterzeugung unmöglich machen würden. Vor diesem Hintergrund ist nach Angaben der AWN der Mehraufwand für die Sortierung aus Umweltschutzgründen auf jeden Fall gerechtfertigt.

 
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